Die Rückverlagerung des Ileostomas

Veröffentlicht am 24. August 2026 um 09:05

Ende Juli war es endlich so weit: An einem Donnerstag wurde bei unserer Tochter das Ileostoma zurückverlagert. Die Operation dauerte insgesamt etwa dreieinhalb Stunden, bis ich sie wieder im Aufwachraum sehen durfte.

Diesmal ging es ihr nach der Narkose schon erstaunlich gut. Als Erstes musste ich natürlich unter die Decke schauen, um mich selbst davon zu überzeugen, dass der Beutel tatsächlich weg war. Nach all der Zeit war dieser Moment unglaublich emotional.

Am Tag der Operation durfte sie zunächst nur sehr wenig Milch trinken. Zusätzlich bekam sie über die Infusion Flüssigkeit sowie Antibiotika und Schmerzmittel.

Schon am nächsten Tag durfte sie etwas mehr Milch trinken. Dabei wurde bewusst darauf geachtet, dass sie nicht zu viel auf einmal zu sich nimmt, damit es nicht direkt zu einer Verstopfung kommt.

Und dann ging plötzlich alles ziemlich schnell: Noch nicht einmal 24 Stunden nach der Operation kamen morgens die ersten Püpse – und kurze Zeit später auch schon der erste Stuhlgang.

Anfangs hatte sie teilweise bis zu zehnmal am Tag Stuhlgang. Dadurch wurde ihr Po leider sehr schnell wund und die nächsten Tage waren vor allem von der Pflege und dem Schutz der Haut geprägt.

Am darauffolgenden Tag durften wir bereits mit Toast beginnen. Ihr ging es weiterhin richtig gut. Sie hatte regelmäßig Stuhlgang, brauchte Schmerzmittel nur noch nach Bedarf und auch die Infusion konnte bald entfernt werden.

Alle waren mit ihrer Genesung sehr zufrieden. Und tatsächlich durften wir bereits am Montag – nur wenige Tage nach der Operation – wieder nach Hause.