Tatsächlich durften wir bereits am fünften Tag nach der Operation nach Hause. Nach der Abschlussuntersuchung während der Visite und dem üblichen Papierkram konnten wir uns auf den Heimweg machen.
Es war kaum zu glauben, wie schnell sich alles entwickelt hatte. Noch wenige Tage zuvor lag unsere Tochter auf der Intensivstation, und nun durften wir bereits nach Hause fahren. Sie war wieder erstaunlich fit und man hätte ihr kaum angemerkt, was sie in den Tagen zuvor alles durchgemacht hatte.
Auch die ersten Tage zu Hause verliefen insgesamt gut. Zur Sicherheit bekam sie noch einige Tage Schmerzsaft. Nach und nach zeigte sich auch die erste Ausscheidung in der Windel. Anfangs handelte es sich hauptsächlich um Schleim und Wundsekret, dennoch war das für uns bereits ein Grund zur Freude. Nach der Operation achtet man plötzlich auf Dinge, die vorher selbstverständlich erschienen.
Als sich etwa eineinhalb Wochen später einige Fadenstücke in der Windel fanden, waren wir zunächst überrascht. Auch das gehörte jedoch zum normalen Heilungsprozess.
Kurz nach unserer Rückkehr besuchte uns außerdem die Familienbegleiterin vom Bunten Kreis. Es tat gut, die vergangenen Tage noch einmal in Ruhe besprechen zu können und einen Ansprechpartner an unserer Seite zu haben.
In nicht einmal sechs Wochen soll bereits die Rückverlagerung des Ileostomas erfolgen. Zuvor steht in etwa vier Wochen noch eine Untersuchung in Narkose an, bei der die Nähte und der Heilungsverlauf kontrolliert werden.
Wir hoffen sehr, dass dies für längere Zeit die letzten notwendigen Narkosen sein werden und nun langsam etwas mehr Ruhe in unseren Alltag einkehren kann.
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