Unsere Hebamme hat uns direkt am Sonntag nach der Entlassung Zuhause besucht. Wiegen und Messen eines Babys gehört natürlich dazu genauso wie die Trinkgewohnheiten. Hier fiel schon auf, dass unsere Tochter wenig Durst hat und auch alle paar Stunden von uns geweckt werden musste, damit Sie überhaupt etwas trinkt. Ihr Bauch war schon etwas aufgebläht und die Hebamme meinte, wir sollten schauen, dass Sie genug zu trinken bekommt und wir auch genügend feuchte Windeln erhalten.
Wenn Sie nicht richtig mit mache, dann sollen wir auch mal mit kalten Händen nehmen und sie während dem Trinken mit Massagen an den Backen immer wieder animieren.
In der Zeit von Samstag nach der Entlassung bis Sonntag hatten wir vielleicht zwei nasse Windeln. Und die waren nicht einmal komplett voll. Stuhlgang kam in der Zeit noch keiner. Daher meinte unsere Hebamme, sie komme am nächsten Tag direkt wieder und wir sehen, was passiert.
Gesagt, Getan. Wir haben die Kleine geweckt, wir haben versucht Sie zu animieren - und für uns kam das alles schon sehr schwer rüber, weil wer möchte schon gern mit eiskalten Händen angefasst werden. Alles in Allem haben wir aber einfach nichts in Sie reinbekommen.
Montag hat Sie dann auch schon so gelblich / gallig gespuckt. Wir haben extra das Spucktuch nicht in die Wäsche geworfen, damit wir es der Hebamme zeigen konnten. Als diese am Nachmittag da war, fragte Sie uns erneut nach Stuhlgang und Urin. Aber auch hier mussten wir erneut verneinen. Der Bauch war nun noch aufgeblähter und das Spucken verunsicherte uns sehr. Sie hat versucht mit viel Gleitmittel und einem Ohropax wieder etwas zu stimulieren, aber Sie hatte nur zähen, schwarzen Stuhlgang daran hängen und mehr passierte nicht.
Daher schickte unsere Hebamme uns Montag Nachmittag direkt zum Kinderarzt zur Abklärung.
Unvorbereitet wie wir waren, zogen wir uns an und fuhren los nach Kempten. Der Kinderarzt untersuchte Sie, fragte ebenfalls nach Stuhlgang, Trinkverhalten, Urinabgabe ... Aber am Ende schrieb er uns direkt eine Überweisung ins Krankenhaus mit Verdacht auf Darmverschluss. Da waren die Sorgen natürlich groß.
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