Tag 1
Gestern sind wir wieder in Leipzig angekommen. Nach den üblichen Untersuchungen wie Größe, Gewicht und den ärztlichen Routinefragen durften wir zum Anästhesiegespräch. Am späten Nachmittag folgte dann noch die OP-Aufklärung, bevor wir völlig erschöpft im Hotel ankamen.
Tag 2
Morgens ging es mit Kinderwagen, einem 25-kg-Koffer und einer großen Handtasche vom Hotel zum Hauptbahnhof. Von dort aus fuhren wir mit der Straßenbahn Richtung Krankenhaus und mussten anschließend noch ein Stück laufen. Völlig verschwitzt, aber pünktlich, kamen wir schließlich an.
Um 7:30 Uhr wurde unsere Tochter in den OP gebracht. Bereits im Vorfeld hatte man uns gesagt, dass die Durchzugs-Operation etwa fünf bis sechs Stunden dauern könnte.
Gegen Mittag informierte uns ein Oberarzt darüber, dass der erste Teil der Operation abgeschlossen sei und nun mit dem transanalen Abschnitt begonnen werde. Parallel dazu untersuchte ein Pathologe Gewebeproben auf das Vorhandensein von Ganglienzellen.
Als die Operation bereits fast beendet war, kam jedoch die Rückmeldung, dass noch ein weiteres Stück Darm entfernt werden müsse. Dadurch verlängerte sich der Eingriff erneut.
Währendessen wurde uns ein Einzelzimmer zu Teil, was uns natürlich sehr glücklich machte.
Gegen 16 Uhr durfte ich schließlich zu ihr in den Aufwachraum. Dort verbrachten wir weitere drei Stunden. Sie hatte Schmerzen und ihr Puls war deutlich erhöht. Zur Schmerztherapie erhielt sie Medikamente sowie zusätzlich eine Infusion. Außerdem hatte sie einen Blasenkatheter, Zugänge an beiden Händen und einen Katheter im Rücken, über den die Schmerzmittel verabreicht wurden.
Anschließend wurde sie auf die Intensivstation verlegt, wo sie die Nacht über engmaschig überwacht wurde. Im Laufe des Abends bekam sie zusätzlich Fieber, weshalb wir natürlich noch einmal besorgt waren. Trotzdem war sie in guten Händen und wurde regelmäßig kontrolliert. Nach einem langen und anstrengenden Tag waren wir froh, dass die Operation geschafft war und sie sich nun erholen konnte.
Trotz des Fiebers und der langen Nacht auf der Intensivstation gibt es vor allem eine sehr erfreuliche Nachricht: Die Operation ist gut verlaufen. Insgesamt wurden ihr etwa 23 Zentimeter Darm entfernt. Die Operateure sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und konnten den betroffenen Darmabschnitt vollständig entfernen.
Diese Rückmeldung war für uns eine große Erleichterung. Nach all den Untersuchungen, der langen Wartezeit und den vielen Gedanken im Vorfeld war es schön zu hören, dass der Eingriff erfolgreich verlaufen ist. Nun liegt der Fokus auf der Erholung und den nächsten Schritten der Genesung.
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